Leadership 2020

Was machen jene Menschen anders, die unsere Welt verändern? Sie denken  anders! Sie suchen nach Regeln, die sie bewusst oder unbewusst, aber immer mit Leidenschaft verletzen. Diese Rulebreaker® haben neue Märkte entdeckt, ganze Branchen an den Rand des Abgrunds gebracht, Millionen verdient und mit eigenen Händen unsere Welt verändert. Der deutsche Trendforscher und Strategiecoach Sven Gábor Jánszky hat die zehn interessantesten deutschsprachigen Rulebreaker® verschiedener Branchen beobachtet. Auf dem Swiss Leadership Forum am 3. November wird er die Erfolgsstrategien aus seinem neuen Buch „Rulebreaker® – Wie Menschen denken, deren Ideen die Welt verändern“ beschreiben und erklären, wie jeder von uns zum Rulebreaker® werden kann.

von Sven Gábor Jánszky

Rulebreaker® haben eine besondere Bedeutung für unsere Wirtschaft: Sie bringen neue Technologien und Produkte, neue Partner und Netzwerke. Sie übertreten Grenzen, sie stören gewohnte Modelle, brechen mit bekannten Regeln und schaffen neue Märkte. Doch sie bringen nicht nur Neues, sie zerstören auch Altes. Wirkliche Innovation bedeutet die Störung funktionierender Geschäftsmodelle, verteilter Märkte, traditioneller Branchen und etablierter Netzwerke!

Warum Leader keine Tanker führen
Es ist ein beliebtes Bild, das in der Managementliteratur immer wieder Verwendung findet: Das Unternehmen als großes Schiff. Konzerne und multinationale Unternehmen halten sich sogar oft für Supertanker. Supertanker sind groß und sie sind schwerfällig. Sie haben viele fähige Experten an Bord, die in einer strengen Hierarchie arbeiten. Die Kapitäne von Supertankern sind gut ausgewählt, gut ausgebildet, lassen sich gut beraten und treffen weise Entscheidungen. Wenn Sie als Manager eines Unternehmens glauben, dass Sie ein großes Schiff steuern, dann habe ich Verständnis dafür, dass Ihnen der Gedanke Unbehagen bereitet, einen Rulebreaker® an Bord zu holen. Doch wer hat Ihnen eigentlich gesagt, dass Sie Tankerkapitän sind? Sie brauchen einen Perspektivwechsel! Sind Sie nicht vielmehr Flottenadmiral? Haben Sie nicht mehrere Schiffe unter Ihrer Flagge? Dann haben Sie die besten Voraussetzungen, es den erfolgreichen Rulebreaker®-Strategien nachzumachen.

Leader müssen sich selbst kannibalisieren!
Denn die Grundwahrheit aller Markteroberungen durch große Unternehmen ist: Sie müssen ihr eigenes Geschäftsmodelle angreifen, sie müssen sich selbst kannibalisieren! Dies geht niemals im eigenen Unternehmen. Warum wurde der Düsenantrieb für Flugzeuge nicht von den Propellerantriebsherstellern erfunden? Warum entwickelten nicht die Füllfederhalter-Hersteller den Kugelschreiber? Warum wird die Musikindustrie nicht durch Musiklabel revolutioniert und die Buchbranche nicht durch Verlage? Es liegt in der Natur der Dinge, dass die großen, etablierten Unternehmen nicht danach streben sich selbst anzugreifen. Dies tun kleine Firmen, oftmals aus den Nachbarbranchen. Doch wieso haben diese kleinen Angreifer überhaupt eine Chance, gegen das Establishment der Verteidiger zu gewinnen? Warum verschwanden die verteidigenden Unternehmen zu Hunderten in der Insolvenz oder in völliger Bedeutungslosigkeit? Waren sie nicht ressourcenreicher und damit viel besser für den Kampf gerüstet? Hatten Sie nicht mehr Geld zur Verfügung? Hatten Sie nicht Patente, geschulte Mitarbeiter, eine solide Einnahmenbasis, ein bestehendes Vertriebsnetz, und gute, eingeführte Marken?

Es ist schlecht, zu viel Kompetenz zu haben
Die Antwort lautet: Es gibt Märkte, in denen es schlecht ist, zu viel Kompetenz zu haben. Die Verteidiger verlieren ihre Märkte, weil sie zu viel davon verstehen. Von kompetenzstörender Innovation betroffen sind vor allem jene Branchen, deren Rahmenbedingungen sich schnell ändern. Diese meist ungewollten Veränderungen führen dazu, dass aus Sichtweise der Kunden neue Nutzenbedürfnisse entstehen oder alte neu bedient werden können. Dies erfordert neue Technologien und Geschäftsmodelle. Exakt an dieser Stelle wird für die etablierten Verteidiger ihre Kompetenz in alten Technologien und Geschäftsmodellen zum Hemmnis. Sie haben viel Zeit und Geld investiert, um diese obsolet werdenden Kompetenzen aufzubauen. Für entsprechend wertvoll halten sie ihre Kompetenzen. Sie verkennen dabei, dass der Wert ihrer Kompetenz sich nicht nach dem eingeflossenen Investment bemisst, sondern nach der aktuellen Lösungsqualität im Markt. Entsprechend beharren sie auf ihren immer nutzloser werdenden Kompetenzen. Dieses Beharren verzögert oder verhindert das unbelastete Entwickeln der neuen Geschäftsmodelle.

Für die angreifenden Rulebreaker® hingegen wird ihre weitgehend naive, aber intelligente Vorgehensweise zum Vorteil gegenüber dem ressourcenstrotzenden Establishment. Ihr mentaler Vorteil ist: Sie messen den alten Geschäftsmodellen und deren obsolet gewordenen Kompetenzprofilen keinen Wert bei. Sie haben ja nicht ihr halbes Arbeitsleben damit verbracht, sich diese Kompetenzen zu erwerben. Also haben sie auch keinen Grund sie zu verteidigen. Exakt dies ist der Grund, warum Rulebreaker® jene radikalen Innovationen lieben und forcieren.

Leader müssen uneroberte Märkte erkennen
Aus diesem Grund ist es für etablierte Unternehmen wichtig, die drohenden Regelbrüche ihrer Branche und die uneroberten Märkte frühzeitig zu erkennen. Dafür gibt es natürlich kein Patentrezept. Doch die Analyse der interessantesten deutschsprachigen Rulebreaker® der vergangenen Jahre zeigt durchaus Muster von Branchenkonstellationen, die offenbar geradezu nach Regelbrüchen verlangen. Es sind vor allem jene Branchen anfällig, in denen seit langer Zeit keine Veränderungen mehr passiert sind und auf denen die monopolartigsten Strukturen herrschen. Ganz besonders erfolgversprechend sind disruptive Innovationen in Bereichen, die heute noch nach den alten Zunft- oder Standesregeln funktionieren. Doch egal in welcher Branche Sie tätig sind, es sind zehn Signale, auf die Sie achten müssen:

1. Signal: Hohe Margen und ‚Fettschichten‘ bei Dienstleistern
2. Signal: Überwiegend rationale Nutzenargumentation
3. Signal: Emotionslose Lieferanten-Abnehmer-Verhältnisse in Commodity-Märkten
4. Signal: Massenprodukte für subjektive Erwartungshaltungen
5. Signal: Weitgehend individualisierte Märkte
6. Signal: Märkte mit Versorgungscharakter
7. Signal: Märkte, die auf Informationsherrschaft basieren
8. Signal: Provisionsmärkte vs. Honorarmärkte
9. Signal: Auseinanderlaufende Entwicklungen in benachbarten Branchen
10. Signal: Dreiecksverhältnis zwischen Verkäufer, Nutzer und Bezahler

Diese zehn Signale für potenzielle und kommende Regelbrüche sind ausführlich in meinem neuen Buch als Strategieempfehlungen beschrieben. Sie sind das Ergebnis meiner Untersuchung und meiner Gespräche mit zehn der interessantesten deutschsprachigen Rulebreaker® heutiger Tage.

Die Regeln des Regelbruchs
Doch was geschieht, wenn wir einen drohenden Regelbruch erkannt haben? Dann haben Sie die seltene Chance, selbst diesen Regelbruch voranzutreiben, einen neuen Markt zu erobern und in diesem neuen Markt die Regeln zu bestimmen. Dann haben Sie die Chance, ähnliches zu tun wie jene faszinierenden Menschen, die ich während meiner Recherchen getroffen habe: Ein Finanzmanager, der die Bank der Zukunft entdeckt! Ein Reeder, der den Kreuzschifffahrtsmarkt neu erfindet! Ein Immobilienmakler, der gegen die ganze Branche aufsteht und viele andere mehr. Sie haben neue Märkte entdeckt, ganze Branchen an den Rand des Abgrunds gebracht, Millionen verdient und mit eigenen Händen unsere Welt verändert. Der Preis dafür: Ein Leben als Balanceakt, Rückschläge, drohender Bankrott, Morddrohungen und ein Leben lang das rastlose Gefühl, noch nicht am Ziel zu sein.

Selbstverständlich lassen sich die Rulebreaker®-Strategien nicht vollständig kopieren. Sie sind unique weil die Branchen in denen sie funktionieren höchst unterschiedlich sind, weil Technologie hier eine große, da eine kleine Rolle spielt, weil Konkurrenz hier monolithisch und dort dispers ist. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten zwischen all den Regelbrüchen. Diese Gemeinsamkeiten liegen im Denken der handelnden Akteure. Und dies können wir lernen!

Deshalb habe ich für Leader, die neue Märkte durch das Verfolgen starker Innovationsarten entdecken wollen, 15 einfache Regeln formuliert, die ich gern mit Ihnen teile. Denn das ist die gute Nachricht: Als Zukunftsforscher und Innovationsberater wollte ich wissen, ob wir „Normale“ von den besten Innovatoren etwas lernen können? Ob jeder von uns zum Rulebreaker® werden kann? Die Antwort ist: Ja! Rulebreaking ist eine Anleitung zum Besser-Machen, zum Grenz-Überschreiten und zum Welt-Verändern! Fangen Sie heute damit an! Ich wünsche Ihnen große Erfolge!

Über den Autor
Der 2b AHEAD ThinkTank gilt als eine der innovativsten deutschsprachigen Denkfabriken. Auf Einladung des 5 Sterne Redners und Trendforschers Sven Gábor Jánszky (38)
treffen sich bereits seit zehn Jahren die CEOs und Innovationschefs der Wirtschaft. Unter seiner Leitung entwerfen sie Zukunfts-Szenarien und Strategieempfehlungen für die kommenden 10 Jahre. Jánszky coacht Manager und Unternehmen in Prozessen des Trend- und Innovationsmanagements, führt Kreativprozesse zur Produktentwicklung und ist gefragter Keynotespeaker auf Strategietagungen. Er ist Präsident des Verwaltungsrates der 2b AHEAD ThinkTank AG in St. Gallen, Aufsichtsrat der Karlshochschule International University, Unternehmensbeirat der Management Circle AG und geschäftsführender Gesellschafter der MDKK Mitteldeutsche Kommunikations- und Kongressgesellschaft. Jánszky war Vize-Jugend-Mannschafts-DDR-Meister im Schach 1988. Er bestieg den Kilimandscharo und läuft 2011 seinen 17. Marathon.

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Return on Human Capital messen

Dr. Jac Fitz-enz gilt weltweit als Vordenker für Strategic Human Capital Analysis & Measurement.

Seit den 70er Jahren beschäftigt sich der HR-Pionier mit der Frage, wie der Wert von Humankapital-Investitionen zuverlässig gemessen und prognostiziert werden kann. Der ZfU Business School in Zürich ist es gelungen, Dr. Jac Fitz-enz für einen exklusiven Auftritt im europäischen Raum zu gewinnen.

Auf dem ZfU-Workshop “Translating Talent into Measurable Business Results” am 17. – 18. November 2011 in Zürich-Rüschlikon stellen Dr. Jac Fitz-enz und weitere Referenten ihre neuen Ansätze im Bereich Human Capital Analytics & Measurement praxisnah vor. Als Netzwerkpartner von Prisma World und dem Swiss Leadership Forum profitieren Sie vom Spezialpreis von CHF 1750.- anstatt CHF 1950.-. Melden Sie sich direkt bei Herrn Romeo Ruh mit dem Kennwort “ZfU LC” (+41 44 722 85 67, romeo.ruh@zfu.ch) an.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter http://www.zfu.ch/pdf/hrs.pdf.

Wir freuen uns darauf, Sie am 17. – 18. November 2011 in Zürich zu treffen!

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Leader oder Manager: Der Gegenentwurf

Wir scheitern nicht an der Realität, sondern an unseren subjektiven Wahrnehmungen, verhärteten Vorurteilen und überzogenen Erwartungen. Dabei entscheidet vor allem die richtige Perspektive über Erfolg und Misserfolg: Sieger erkennt man bereits am Start, behauptet der Toptrainer und Psychologe Dieter Lange und rät: Wer ein Problem lösen will, muss sich erst einmal von dem Problem lösen.

Wie das geht? Provokant, kurzweilig und voll verblüffender Einsichten weist Dieter Lange den Weg zu einer neuen, offenen Einstellung und zeigt am Swiss Leadership Forum 2011, wie wir unseren Horizont systematisch um neue Sichtweisen erweitern.

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Monkey Management – Wie Manager in weniger Zeit mehr erreichen

Text: Dr. J. R. Edlund

Jeder Manager sollte sich vorwiegend auf Weniges, aber strategisch Wichtiges fokussieren.

In der operativen Hektik des Tagesgeschäfts sieht das aber häufig ganz anders aus:

Der Manager kümmert sich um vieles, oft Unwichtiges. Denn Mit arbeiter treten mit ihren Fragen, Problemen und Themen (den so genannten „Monkeys“) durch E-Mails, Telefonate, in Meetings oder persönliche Ansprache an den Manager heran und verschieben geschickt Verantwortung, aber auch Arbeitslast von „unten“ nach „oben“. Ansprachen wie: „Chef, wir haben hier ein Problem, das Sie sich unbedingt mal anschauen sollten“ oder „Chef, wir kommen hier nicht weiter und bräuchten Ihre Unterstützung“ sind  typisch für diesen Sachverhalt und haben alle denselben Pferdefuß: Es besteht die permanente Gefahr, dass der Manager in die operativen Themen des Tagesgeschäfts  hineingezogen wird unddie wirklich wichtigen Dinge wieder liegen bleiben.

Wer macht die Arbeit?

Kommen die Mitarbeiter mit ihren Fragen oder Problemen, fühlt sich das für den Manager zwar im Moment gut an, denn er hat das Gefühl, gebraucht zu werden, er gewinnt   Informationen und behält alles unter Kontrolle – doch die Arbeitslast verschiebt sich so unmerklich immer mehr zum Vorgesetzten. Langfristig kommt es zu einer  Fokusverschiebung: Der Manager wird immer mehr von Notwendigkeiten und Aktivitäten  des Tagesgeschäfts getrieben, statt sich auf Ziele und Resultate zu konzentrieren: Er macht immer „mehr Dinge selbst“ statt „Dinge durch andere erledigen zu lassen“.
Er wird zunehmend fremdgesteuert, statt selbst Einfluss zu nehmen.

Die Monkey-Falle

Die Erfahrung in der Arbeit mit rund 35.000 Managern zeigt: Jeder zweite Manager hat ein Monkey-Problem und fast 20 % aller Manager stecken in der so genannten Monkey-Falle: Das bedeutet, dass der Manager täglich so sehr damit beschäftigt ist, den Berg an operativen Aufgaben, E-Mails und dergleichen abzuarbeiten, dass er das eigentliche  Grundproblem der „Ineffektivität“ nicht mehr erkennt bzw. paradoxerweise keine Zeit mehr hat, sein Zeitproblem zu lösen. In der Tat führt ihn das „Immer-härtere-Arbeiten“ nur noch weiter weg vom Ziel, denn je mehr „Monkeys“ er wegarbeitet, desto mehr neue zieht er an. Das Problem verschärft sich also. Statt „mehr“ zu arbeiten, muss der Manager damit beginnen, „anders“ zu arbeiten („Don’t work harder, work smarter“).

Charakteristika von „Monkey Business“:
- Sie machen Dinge, die nicht in die Chef-Verantwortung fallen.
- Ein Großteil dieser Dinge landet fremdbestimmt auf Ihrem Schreibtisch.
- Sie verbringen mehr als 50 % Ihres Arbeitstages mit diesen Dingen.
- Sie haben das Gefühl, dass der Berg an Aufgaben nie kleiner wird.

 

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Social Media als neue Herausforderung für die Leader der Zukunft

Vor dem meteorologischen Frühling spriesst in Ägypten eine hoffnungsvolle Volksbewegung. Was in Tunesien möglich war, könnte sich in Ägypten wiederholen: Die jahrzehntelange Herrschaft eines Despoten wird durch das Volk beendet. Unabhängig vom noch offenen Ausgang lassen sich jetzt schon bemerkenswerte Muster erkennen:

1) Wie schon in der Finanz- und Wirtschaftskrise wurden Auguren und Experten von den Entwicklungen völlig überrascht. Die vorhandenen Denk- und Erklärungsmodelle scheinen nicht geeignet, disruptive Entwicklungen vorauszusehen.

2) Die neuen Medien (Soziale Netze und Twitter) leisten einen entscheidenden Beitrag bei der Organisation von Massenbewegungen und der Gewährleistung des Informationsflusses. Zwar lassen sich diese Medien kurzfristig mit radikalen Massnahmen abschalten, aufhalten lassen wird sich ihre Verbreitung nicht.

3) Die Herrschaft der Despoten, Diktatoren und Oligarchen lässt sich bei wirtschaftlicher Stagnation einer wachsenden Bevölkerung, Unterdrückung der freien Meinungsäusserung und Perspektivlosigkeit der Jugend kaum aufrecht erhalten.

„Leading by example“ wir die neue Doktrin für die politischen und wirtschaftlichen Führungskräfte. Sind Sie in Ihrem Umfeld ein Vor-Bild des Verhaltens und der Werte, die Sie selbst als grundlegend erachten?

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SO WERDEN SIE KREATIV

Viele Menschen denken, Kreativität sei eine Gabe. Irrtum – das können Sie auch. Stellen
Sie die richtigen Fragen und Sie werden effektive Antworten finden. Text: Sabine Hunziker Schmid

20 TIPPS – DIE LISTE

Wenn es darum geht, neue Ideen zu finden, meinen viele, man müsste unkonventionell denken, sich aller gedanklicher Bar rieren entledigen und auf der «grünen Wiese» neu  beginnen. Damit meinen sie: festgefahrene Denkmuster ablegen. Doch gerade innerhalb  vorgegebener Strukturen können viele Führungspersonen und Mitarbeitende am besten  denken. Man muss nur den Rahmen nicht zu eng setzen und sie gezielt dazu anhalten alternative Lösungen zu finden. Sie werden mit den zur Ver fügung stehenden Mitteln  geschickt jonglieren und alle Möglichkeiten versiert aus nützen und viel gute Ideen  hervorbringen.
Alles was es dazu braucht, sind die richtigen Fragen. Denn viele Innovationen sind Antworten auf ganz bestimmte Fragen. Betrachten Sie Käufer und Nutzer differenziert

1. Welche Kunden verwenden oder verkaufen Ihre Produkte oder Dienstleistungen besonders ungewöhnlich?

2. Gibt es Kunden, die deutlich mehr oder weniger Aufmerksamkeit von Ihren Verkaufs- und Servicemitarbeitenden fordern als der Durchschnitt?

3. Welche Kunden verursachen besonders hohe oder besonders niedrige Kosten?

4. Gibt es eine Kundengruppe, deren Bedürfnisse Sie auch noch erfüllen, wenn Sie Ihre Kosten um 25 Prozent senken würden?

5. Welche Kunden investieren mindestens 50 Prozent des Preises Ihres Produktes oder Ihrer  Dienstleistung, um es genau auf ihre Bedürfnisse anzupassen?

Decken Sie unerwartete Erfolge auf

6. Wer verwendet Ihre Produkte oder Dienst leistungen so, wie Sie es gar nicht erwarten oder wie Sie es nicht beabsichtigt haben?

7. Wer verwendet Ihre Produkte in überraschend grossen Mengen? Wer bezieht Ihre  Dienstleistung in überraschend grossem Umfang?

Beobachten Sie andere Branchen

8. Wer kämpft mit denselben Problemen wie Sie, aber aus einem anderen Grund? Wie gehen diese Unternehmen das Problem an?

9. Welche einschneidenden Erfolge erzielen Sie bei Effizienz oder Wirtschaftlichkeit, die  auch anderen Unternehmen nützen könnten?

10. Welche Informationen über Kunden, Produktverwendungen und Dienstleistungsnutzung fallen als Nebenprodukt Ihres Geschäfts an, die Sie nutzen könnten, um ein an deres Geschäft entscheidend zu verbessern?

Analysieren Sie Hindernisse

11. Was ist das grösste Ärgernis beim Kauf oder Gebrauch Ihrer Produkte, Ihrer Dienstleistungen?

12. Welche spontane Verbesserung haben Kunden an Ihren Produkten, Ihren Dienstleistungen vorgenommen?

13. Für welche Kunden eignen sich Ihre Produkte, Ihre Dienstleistungen, am wenigsten?

14. Welche Kunden bedient Ihre Branche bewusst nicht und warum?

15. Welche Kundengruppe wäre richtig gross, wenn Sie ein bestimmtes Hindernis aus dem  Weg räumen könnten, an das sie bisher noch nicht gedacht haben?

Stellen Sie sich eine perfekte Welt vor

16. Was würden Sie anders machen, wenn Sie vollständige Informationen über Kunden, Anwendung, Vertrieb und so weiter hätten?

17. Wie würden sich Ihre Produkte, Ihre Dienstleistungen ändern, wenn sie auf die Bedürfnisse aller Kunden zugeschnitten würden?

Überdenken Sie die Grundlagen für Ihre Prozesse, Produkte, Dienstleistungen

18. Welche Technologien, die Sie für Ihre Produkte und Dienst leistungen einsetzen, haben sich seit der letzten Überarbeitung am stärksten verändert?

19. Welche Technologien, auf denen Ihre Produktion beruht, haben sich seit der letz ten Überarbeitung am stärksten verändert?

20. Welche Kundenbedürfnisse verändern sich am schnellsten? Wie werden sie in fünf Jahren aussehen?

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Swiss Leadership Forum 2011: «Leadership + Management = Leaderment»

Donnerstag, 3. November 2011, Lake Side Casino Zürichhorn

In Krisenzeiten ertönt schnell der Ruf nach Leadership. Die Menschen suchen nach Persönlichkeiten, die sie mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten aus der Misere führen. Einfach Manager zu sein, genügt in solchen Situationen nicht mehr, da ihm der Ruf des phantasielosen Verwalters anhaftet. Während Leader mit starken Visionen nach vorne drängen und die Zukunft gestalten, schaffen Manager im besten Fall die effizientere Verwaltung des Chaos. Aber ist das auch so? Was in der Hirnforschung längst allgemein akzeptiert ist, dass ein intensives Zusammenwirken von rechter und linker Hirnhälfte, von Vision und Präzision das beste Ergebnis erzeugt, ist in der Managementlehre erst ein Randthema.

Statt Leaderment (Leadership und Management) zu erzeugen, betonen beide Lager noch die Unterschiede. Im schlimmsten Fall gelingt die Symbiose der Schwächen (Manager, die sich wie Leader inszenieren, von Führung und Risiko sprechen, beides in der Krise nicht übernehmen und zwischenzeitlich auch die ihnen anvertrauten Strukturen zerstören). In einzelnen Fällen jedoch gelingt echten Leadern das harmonische Zusammenspiel der beiden Fähigkeitswelten. In ruhigen Zeiten optimieren sie Strukturen und Abläufe, in Krisen übernehmen sie die notwendige Verantwortung und Führung. Wo stehen Sie selbst, welchem Lager rechnen Sie sich zu und was tun Sie, um sowohl als aussergewöhnlicher Leader als auch als vertrauenswürdiger Manager wahrgenommen zu werden?

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